Aktuelles

Jubiläumskonzert Chor con spirito

Vor 20 Jahren wurde der Chor con spirito der katholischen Kirchengemeinde Salach gegründet.

Unter...

Weiterlesen

Osterbrief 2019 erschienen

Alljährlich erscheint etwas mehr als eine Woche vor Ostern unser neuer Osterbrief. Hier finden Sie...

Weiterlesen

Orgelweihe in Salach

Mit einem grandiosen Festtag beging die katholische Kirchengemeinde St. Margaretha am 11.11.2018 – dem Tag des Namenspatrons der Diözese Rottenburg-Stuttgart, dem Hl. Martinus  – die feierliche Weihe ihrer neuen 492.000 EUR teuren Wiedenmann-Orgel. Weihbischof Dr. Johannes Kreidler ließ es sich nicht nehmen, dieses imposante in 18-monatiger Bauzeit durch die Orgelbauer-Familie Wiedenmann (Oberessendorf) erstellte Instrument persönlich in einem feierlichen Festgottesdienst zu weihen. Bereits im Vorfeld wurden viele Vorbereitungen getroffen, um dieses Ereignis zu einem denkwürdigen Tag für die Kirchengemeinde werden zu lassen, wobei an dieser Stelle allen Helfern und in allen verschiedenen Funktionen Beteiligten auf das Herzlichste gedankt sei!
Schon im Festgottesdienst in der vollbesetzten Kirche übertrug sich die feierliche Atmosphäre auf die Gottesdienstbesucher. Es begann mit der feierlichen Anrufung des Instruments durch Bischof Kreidler, der es sich nicht nehmen ließ, danach auf die Empore zu gehen, um dort das Instrument in Begleitung seiner Konzelebranten zu weihen. Nach den feierlichen Weihehandlungen ertönte zum ersten Mal das volle Werk der neuen Orgel. Kirchenmusikdirektor Gindele jubilierte auf dem neuen Instrument mit der Toccata über Ps. 146 „Preist den Herrn mit frohem Schall“ von Jan Zwart. In seiner Festpredigt ging Kreidler vor allem auf die Bedeutung der Musik im Gottesdienst ein. Die Musik und der durch die Orgel begleitete Gesang der Gläubigen sei nicht Selbstzweck, sondern wichtiger Bestandteil der Liturgie. Im gesungenen Wort drückten wir alle unsere Emotionen aus, von größter Freude bis zur tiefsten Trauer. Die Musik – besonders auch die „musica sacra“ – öffne in jedem von uns eine Ebene, die ohne Worte zu benutzen, Gedanken und Gefühle transportieren könne. KMD Gindele ließ im weiteren Verlauf der Festmesse die Vielfalt der Farben der neuen Orgel erklingen.
Nach Grußworten von Bürgermeister Stipp, dem Vorsitzenden des Orgelfördervereins, Michael Gruber, und dem Dank der beiden 2. Vorsitzenden des KGR, Petra Schuster und Jan Arnold, besonders an die Orgelbauer mit sehr persönlichen Geschenken erfolgte der feierliche Schlusssegen und das imposante Orgelnachspiel mit einer Toccata von John Weaver.
Während nach dem Gottesdienst reges Interesse an der neuen Orgel verbunden mit vielen Fragen an die Orgelbauer auf der Orgelempore herrschte, lud die Kirchengemeinde zu einem ausgezeichneten Mittagessen in Pater-Anselm-Schott-Saal ein. 
Der Nachmittag galt dem Orgelkonzert durch KMD Gindele, der unterstützt durch seinen Registranten, Organist Markus Zimpel, mit verschiedenen Orgelwerken aus mehreren Jahrhunderten die Vielseitigkeit der neuen Orgel klanglich demonstrierte. Ganz besonders wurde durch dieses Konzert, das von Michael Gruber moderiert wurde, die Vielseitigkeit des neuen Instruments dargestellt. Der Konzeption des süddeutschen Orgelbarock – angelehnt an die großen Orgel von Johann Nepomuk Holzhey mit der Vereinigung von Klangelementen aus Süddeutschland und Frankreich - konnte wunderbar in Klang und Literaturwahl nachgespürt werden. Peter Miller und Roland Seybold hatten mit Strahlern die Kirche in warme, weiche Farben getaucht und mittels Videoübertragung war das Spiel von KMD Gindele in der Kuppel der Apsis zu bestaunen. Wie ergriffen auch bei diesem Konzert die Zuhörer in der erneut vollbesetzten Kirche waren, zeigte sich beim spontanen „Flash Mob“, bei dem über 500 Konzertbesucher stehend ein ergreifendes „Halleluja“ anstimmten.
In seinem Dank an KMD Gindele als begleitendem Orgelsachverständigen in allen Phasen des Neubauprojekts und virtuosem Demonstrator der neuen Orgel wies Michael Gruber vom Orgelförderverein nochmals darauf hin, dass ca. 65.000 EUR in der Finanzierung des Orgelneubauprojektes noch aufzubringen wären. Pfeifenpatenschaften, die bereits während des ganzen Festtages großzügig gezeichnet wurden, werden auch in Zukunft dazu beitragen, diese Finanzierungslücke zu schließen.
Bei einem überragenden Kuchenbuffet und mit nicht enden wollenden Gespräche über die Eindrücke des Tages klang dieses „Highlight“ in der Geschichte von St. Margaretha aus.
 

Bilderbogen

KGR-Aktuell: Kirchturmbeleuchtung

Ein 40 Jahre alter Wunsch wurde erfüllt: Der Kirchturm ist seit Allerheiligen beleuchtet

Man kann es im Rückblick kaum glauben: Bereits beim Beschluss des Kirchengemeinderats vom Dezember 1978 zur Kirchenrenovierung gab es Überlegungen, den Kirchturm anzustrahlen. Dies belegt ein von der Fa. Elektro-Mühleis, Salach, aus dieser Zeit übermittelter Lageplan. Das seinerzeit vorsorglich verlegte Erdkabel konnte nun 40 Jahre später freigelegt und zur heutigen Turmbeleuchtung verwendet werden.

Auch in Vorbereitung auf das 100jährige Jubiläum im Jahr 2005 hatte sich der Kirchengemeinderat im Frühjahr 2003 mit dem Thema auseinandergesetzt. Konkrete Maßnahmen wurden aus Kostengründen (Installation und vor allem Stromkosten im lfd. Betrieb) nicht umgesetzt.

Kein Wunder also, dass sich der Kirchengemeinderat im Zusammenhang mit der technischen Ertüchtigung der Kirche ab 2014 wiederholt mit diesem Thema beschäftigte. Dabei ging es einerseits um die Beleuchtung des Kirchturms, andererseits als Ergänzung auch um die Beleuchtung der 4 Buntverglasungen der Chorraumfenster im Altarbereich. Nach mehreren Beleuchtungsproben der Altarfenster musste diese Idee jedoch (aus technischen und finanziellen Gründen) verworfen werden.

Ein Jahr lang wurde danach alternativ die Turmbeleuchtung als „kleine Lösung“ mit 2 Flächenstrahlern auf den vorhandenen Masten der Straßenbeleuchtung bzw. 3 LED-Flächenstrahlern auf neuen Einzelmasten diskutiert und in mehreren Beleuchtungsproben getestet und bewertet. Der Aufwand wurde schließlich mit 4 865 € kalkuliert. Das lichttechnische Ergebnis der Flächenstrahler konnte jedoch nicht überzeugen. Damit blieb die gewünschte Komplettbeleuchtung des Kirchturms wieder einmal mehr nur auf der Agenda.

Großzügige Einzelspende machte die große Lösung möglich

In einem Gespräch zwischen Herrn Pfarrer Lukaschek und Herrn Siegfried Auchter als gebürtigem Salacher signalisierte Herr Auchter eine finanzielle Unterstützung zugunsten der Kirchturmbeleuch-tung. Hintergrund waren seine Wahrnehmungen in verschiedenen Nachbarstädten und –gemeinden. Dieses Stimmungsbild habe ihn immer wieder beeindruckt - und dies würde auch seiner Heimatkirche St. Margaretha guttun und sie „in ein neues Licht rücken“. Um verbindlich und zügig planen zu können, wurde dann im Einvernehmen mit seinem Sohn Ulrich für die Auchter Immobilien-GmbH eine Spende über die bisher bekannten Kosten zugesagt. Herzlichen Dank für diese großzügige Unterstützung.

Bei der Grundsatzentscheidung am 12. September 2017 zur Kirchturmbeleuchtung spielten dann gleich 3 Aspekte eine entscheidende Rolle:

  • Umstellung der gesamten Kirchenbeleuchtung auf heutige LED-Technik: Das heißt, zur Außenbeleuchtung reichen 14 LED-Scheinwerfer mit nur 14 W Leistung, davon 8 Strahler im Bereich der Pfarr-straße, 4 Strahler vom Friedhof her und 2 Strahler vom Dach der Sakristei
  • Die von der Auchter Immobilien-GmbH zugesagte maßnahmenbezogene Einzelspende mit 4 865 €
  • Bestätigung von Herrn Pfarrer Lukaschek zur Bereitstellung freier Mittel der Kirchengemeinde mit weiteren 5 000 €. Damit standen rd. 10 000 € zur Verfügung.

Ausführung weitgehend in Eigenleistung

Bei der Ausführungsplanung unterstützte Architekt Mario Hägele vom Atelier für Architektur und Lichttechnik aus Stuttgart mit der Vermittlung der erforderlichen LED-Scheinwerfer über die Fa. Projektleuchten GmbH aus Dortmund. Nach der Standortfestlegung und der Anlieferung der erforderlichen drei Masten wurde mit der Realisierung im Mai 2018 begonnen. Die Durchpressung zwischen Kirche und der oberen Pfarrstraße wurde von der Fa. Leonhard Weiss, Göppingen, mit einer Erdrakete und einem Kabelschutzrohr ausgeführt.
Die weiteren Maßnahmen, z.B.  Aufstellen von zwei 8 m langen verzinkten Masten und einem kleinen Sondermast auf dem Dach der Sakristei, wurden als Eigenleistungen ausgeführt. Ein herzlicher Dank gilt der Fa. Elektro-Mühleis für den fachkundigen Rat bei der Vorbereitung der Elektroinstallationen.

Ein besonderes Vergelt’s Gott richtet sich an Herrn Achim Dangelmeyr für die vielseitige Unterstützung bei der Vorbereitung und Montage einschließlich der erforderlichen Baumrückschnittarbeiten. Ferner Herrn Florian Ertl für die Unter-stützung bei der Elektro-Fertigmontage sowie Herrn Roland Seybold bei der allgemeinen Ausführung.

Investitur und Begrüßung von Pfarrer Waldemar Wrobel

Am Sonntag, 16. September läuteten die Glocken der katholischen Pfarrkirche St. Margaretha zu einer ungewohnten nachmittäglichen Zeit zur Investitur, der Amtseinführung des neuen Pfarrers Waldemar Wrobel. Viele Gemeindemitglieder aus Salach und Ottenbach, aber auch Gäste aus den bisherigen Gemeinden des neuen Pfarrers, aus Bopfingen und dem Allgäu, sowie Familienangehörige kamen in die festlich geschmückte Kirche. Eine sehr große Anzahl von Ministranten, Dekan Martin Ehrler, unser Administrator Pfarrer Bernhard Schmid, Pfarrer Dr. Angelo Unegbu und viele Geistliche begleiteten den neuen Pfarrer festlich in die Kirche. Der Dekan eröffnete den Gottesdienst. Zuerst begrüßte er den neuen Pfarrer. Anschließend verlas der zweite Vorsitzende des KGR in Ottenbach, Michael Hocke, die Ernennungsurkunde des Bischofs. Dieser folgte das Investiturversprechen von Pfarrer Waldemar Wrobel und das Glaubensbekenntnis. Danach wurde die Amtsübergabe mit weiteren Zeichen ausgedeutet: Zuerst übergab Dekan Ehrler Pfarrer Wrobel den symbolischen Kirchenschlüssel. Weiter folgten die Hinweise auf den Taufbrunnen, als den Ort der Weitergabe des Glaubens, auf den Ambo, dem Ort der Weitergabe des Wortes Gottes und den Altar, als den Ort der Eucharistie. Nach diesen ausdeutenden Zeichen geleitete der Dekan den neuen Pfarrer an seinen Priestersitz. Als erstes hießen Kinder der Kindergärten den neuen Pfarrer mit zwei Liedern willkommen, dann schlossen sich die Grußworte der Vorsitzenden des Kirchengemeinderats an. Jetzt konnte die Gemeinde mit dem neuen Pfarrer die Heilige Messe feiern. In seiner Predigt ging Pfarrer Wrobel auf die Evangelienstelle vom erfolglosen Fischfang ein. Das Netz – ob leer oder voll – stelle er in den Mittelpunkt, als Sinnbild für sein Wirken in unseren Gemeinden. Verbindungen knüpfen, miteinander in Verbindung bleiben – ob innerhalb der Gemeinde, ob in der Ökumene oder in der Zusammenarbeit mit der bürgerlichen Gemeinde. Dazu hatte er mit den Ministranten ein großes buntes Netz geknüpft, das als sichtbares Zeichen vor dem Altar ausgelegt wurde. Am Ende des Gottesdiensts folgten noch weitere Grußworte. Den Reigen eröffnete Bürgermeister Julian Stipp. Ihm folge Pfarrer Elschenbroich von der evangelischen Gemeinde, der am Vormittag ebenfalls in sein neues Amt eingeführt worden war. Weitere Grußworte kamen vom Rektor der Staufeneck-Schule Herrn Bayer, von den Ministranten und den Pfadfindern und zuletzt ergriffen noch einmal die beiden Vorsitzenden des KGR Frau Schuster und Herr Arnold das Wort und luden die Festgemeinde nach dem Gottesdienst zur Begegnung und gemütlichem Beisammensein auf den Kirchplatz und den Pater Anselm Schott-Saal ein. Davon machten die Anwesenden nachher ausgiebig Gebrauch, das wunderschöne Wetter lud noch lange zum Bleiben ein. Ein herzliches Vergelts Gott an alle, die dieses Fest so perfekt organisiert haben.